14.04.2003

Radler fahren ungern Bahn

Von Cornelia Varwig
Bad Homburg. Noch etwas kühl weht der Fahrtwind um die Ohren. Doch echte Fahrradliebhaber lassen sich davon kaum beeindrucken. Sobald die ersten Sonnenstrahlen ins Freie locken, machen sie sich mit ihren Drahteseln auf den Weg. Und wem alleine Radeln zu langweilig ist, der kann sich in die Gesellschaft des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) begeben.

Von ganz leichten Touren für jedermann bis zu strammen Tagesausflügen für Profis hat die Bad Homburger Ortsgruppe des ADFC dieses Jahr wieder einiges im Programm. An einem Stand in der unteren Louisenstraße machte der Sprecher der Ortsgruppe, Volker Radek, mit seinem Team am vergangenen Samstag darauf aufmerksam.

Höhepunkt in diesem Jahr ist eine mehrtägige Tour Ende Mai am Main entlang. "Wir fahren mit der Bahn nach Bayreuth und folgen dann dem Main durch Franken bis nach Würzburg. Von dort geht es mit der Bahn zurück nach Hause", erzählt Radek. Durch die geringe Zahl an Fahrrad-Stellplätzen in den Zügen können allerdings nur zehn Radfahrer an der Tour teilnehmen. Weitere Probleme, mit denen Radek und seine Radler zu kämpfen haben, sind häufiges Umsteigen, Verspätungen der Züge sowie Preise von immerhin sechs bis acht Euro für die Mitnahme von Fahrrädern.

Aus diesem Grund hat sich der Fahrrad-Club dieses Jahr noch eine Alternative einfallen lassen: "Für unsere Mosel-Eifel-Tour im August mieten wir einen Kleintransporter, der uns und unsere Räder bequem und günstiger nach Bullay an der Mosel bringt", freut sich Radek. Das sei nicht nur unkomplizierter und flexibler, die Anreise verkürze sich zudem um etwa eine Stunde.

Wer diesen Aufwand trotzdem scheut oder sich lieber an einer kürzeren Strecke erprobt, ist bei Harald Seebach und Malte Gruber und ihren Mc-Bike-Touren richtig. Im Juli geht es zum "Magentest" zu McDonald's in Ober-Rosbach, im September werden die Geschmacksnerven im Oberstedtener McDonald's auf die Probe gestellt. Diese Aktion richtet sich vor allem an Jugendliche ab 13 Jahre. Neben dem vielfältigen Tourenprogramm vertritt der ADFC auch die Interessen der Radfahrer und kümmert sich um die Sicherheit. Am Samstag konnten Radler mit ihren edlen Mountainbikes aber auch mit schlichten Drahteseln am Stand vorbeikommen und sich zur Wiedererkennung bei Diebstahl eine spezielle Codierung in den Rahmen gravieren lassen.

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