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Familienfreundliche Tour durch viel Natur
ADFC testet neuen Radweg um Bad Homburg / Mehr als 100 Radler fahren die 22-Kilometer-Strecke mit / Wenige schwierige Stellen
Am Samstag fuhren 105 Radfahrer erstmals die gerade fertig gestellte Rundroute um Bad Homburg. Der ADFC Bad Homburg hatte eingeladen, die Verkehrswacht half der endlos wirkenden Radlerschlange sicher über viel befahrene Straßen.
VON MATTHIAS SCHLETTE

Bad Homburg· 18. Juli · "Wir sind ja bald mehr als die bei der Tour de France", sagt einer der Radfahrer zu Rainer Kroker vom ADFC Bad Homburg. Ganz stimmt die Einschätzung des Mannes nicht. Trotz vieler Ausfälle bei der Tour sind dort doch noch fast 160 Rennfahrer unterwegs. Doch zur Überraschung des ADFC haben sich zur Einweihung der etwa 22 Kilometer langen Rad-Rundroute um Bad Homburg 105 Radfahrer auf dem Kronenhof eingefunden.

"Die Stadt ist gerade erst in den vergangenen 14 Tagen mit der Beschilderung fertig geworden", erzählt Kroker, "unsere Tour war noch einmal ein Ansporn, pünktlich fertig zu werden." Die Rad- und Feldwege existieren schon seit Jahren. Prinzipiell steht auch das Radwegekonzept schon eine ganze Weile. Die komplett beschilderte Rundroute samt Faltblatt mit Karte ist dagegen brandneu. Die Kontur der Route findet sich auf den Zeichen wieder. In der Mitte der Route ist ein großes "R" auch während der Fahrt leicht zu erkennen.

Vom Kronenhof aus leitet Rainer Kroker die Gruppe in Richtung Ober-Eschbach. Dabei ist einmal der Südring zu überqueren. Für die unerwartet große Rad-Gruppe regelt die Verkehrswacht den Verkehr. Für Radler, die auf eigene Faust unterwegs sind, heißt es an manchen gefährlichen Punkten gut aufzupassen. Für den langen Lindwurm der Radler gilt das gleiche: Einmal kommt ein Mann beim Queren der U-Bahngleise zu Fall, verletzt sich aber nicht. Ein andermal fahren kleine Jungs einer älteren Dame aufs Rad - was auch folgenlos bleibt.

In Ober-Eschbach müssen Radfahrer aufmerksam die Beschilderung befolgen. Manchmal liegt einiger Abstand zwischen den Schildern mit dem grünen "R". Das liegt auch daran, dass wegen der Bauarbeiten am renaturierten Verlauf des Erlenbachs Teile der Route noch nicht ihrem endgültigem Verlauf gleichen, erklärt Kroker. Doch auch die Umleitungen sind mit etwas Aufmerksamkeit zu finden.

Ein besonders für Familien zu empfehlender Rastpunkt ist der Lernbauernhof Maurer am Ortsrand von Ober-Eschbach. In dem Schatten spendende Holzhütte können sich Kinder und Eltern über die Veränderungen in der Landwirtschaft informieren. Andere Tafeln beschreiben die Pferde auf der Weide oder halten Informationen über den Boden, die Haut der Erde bereit. Einige hundert Meter nach dem Lernbauernhof steht die Überquerung der Friedrichsdorfer Straße an. Ein weiterer gefährlicher Punkt, der sich aber auch nach Ansicht des ADFC nicht vermeiden lässt.

Abhilfe könnte die Stadt schon eher an manchen Punkten schaffen, an denen scharfkantige Bordsteine das Befahren der ausgeschilderten Radwege unnötig erschweren. Nach der Überquerung der viel befahrene Straße haben die Radfahrer für lange Zeit ihre Ruhe. Es geht stramm bergauf zum zweithöchsten Punkt der Strecke durch den Hardtwald. An dessen Ende muss noch einmal die Friedberger Straße überquert werden, dann steht wieder purer Natur-Genuss an. Im Kirdorfer Feld fordert noch einmal ein Berg die Kondition der Radfahrer. Dann führt die Runde vorbei am Nordwest-Sportzentrum in Richtung Dornholzhausen Die Radfahrer lassen das Gotische Haus rechts liegen, fahren über die Tannenwaldallee nach Oberstedten und zurück zum Kronenhof. Das angenehme an der Route: Ortschaften werden an den meisten Punkten nur gestreift.



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Dokument erstellt am 19.07.2004 um 00:03:40 Uhr
Erscheinungsdatum 19.07.2004 | Ausgabe: R45 | Seite: 32